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Chance für eine drastische Reduktion landwirtschaftlicher Emissionen durch Vermeidung von Lebensmittelabfall und Ernährungsumstellung

Veröffentlicht: 24/01/2018

Eine neue Analyse landwirtschaftlicher Emissionen, vorgelegt vom Climate Action Tracker (CAT), belegt, dass es für eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C nicht ausreicht, die produktionsseitigen Emissionen durch eine Änderung der landwirtschaftlichen Praxis zu reduzieren. Vielmehr müssen Änderungen im Ernährungsverhalten und die Verminderung von Lebensmittelabfällen einen wesentlichen Beitrag leisten. Hierzu ist ein ganzheitlicherer Ansatz erforderlich.

Die Landwirtschaft trägt mit etwa 10% zu den globalen Treibhausgasemissionen bei, und macht 50% der nicht-CO2 Emissionen aus—etwa 5–6 GtCO2e/Jahr. Um die Erderwärmung auf 2˚C zu begrenzen, müssen landwirtschaftliche Emissionen um mindestens 1 GtCO2e/Jahr verringert werden—dies entspricht einer Minderung der Emissionen von 11%–18% gegenüber gängigen business-as-usual (BAU) Szenarien bis 2030, und bedarf darauffolgend noch ehrgeizigeren Minderungen. Um die im Pariser Klimaabkommen enthaltene 1.5˚C-Grenze einzuhalten, müssten Reduktionen von mehr als dem Doppelten vorgenommen werden, nämlich 2.7 GtCO2e/Jahr.

Das Themenpapier, welches Teil einer CAT-Serie zur Dekarbonisierung in verschiedenen Sektoren ist, untersucht Möglichkeiten zur Minderung der nicht-CO2Emissionen aus der Agrarwirtschaft, und wählt hierzu zwei Blickwinkel: zum einen Schlüsselbereiche „auf dem Feld“, d.h. in der Landwirtschaft selber, zum anderen Trends im Verbraucherverhalten.

Mehr Informationen finden Sie in der Pressemitteilung.