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Ergebnisse der EEG-Ausschreibung für Windenergie an Land: Niedrige Preise durch hohe Beteiligung

Veröffentlicht: 19/05/2017

Ecofys, Teil von Navigant Consulting, hat die Bundesregierung zum Ausschreibungsdesign für Erneuerbare Energien beraten. Heute hat das Wirtschaftsministerium die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land bekanntgegeben. Die über zwei Jahre andauernde EEG-Reform, die von einem von Ecofys geleiteten Forschungskonsortium unterstützt wurde, trägt Früchte.  

Die Ausschreibung hat zu einer weiteren Preisreduktion geführt. Der niedrigste Zuschlagspreis lag bei 5.25 cent/kWh, der höchste 5.78 cent/kWh. Die 256 teilnehmenden Projekte standen unter einem hohen Wettbewerbsdruck: die Ausschreibung war zweieinhalbfach überzeichnet. Nur 27% der Projekte und 37% des Volumens wurden bezuschlagt. Insgesamt wurden 800 MW ausgeschrieben.

93% der erfolgreichen Projekte wurden dabei von Bürgerenergiegesellschaften eingereicht. Im Rahmen des Reformprozesses wurden einige Sonderregelungen speziell für diese Gruppe entworfen. Sie dürfen bereits ohne BImSchG-Genehmigung teilnehmen, werden unabhängig von ihrem Gebotspreis in Höhe des letzten noch bezuschlagten Gebotes vergütet (differenzierte Preisregel), bekommen mehr Zeit um erfolgreiche Projekte zu realisieren, dürfen innerhalb dieser Zeit auf andere Standorte innerhalb des Landkreises ausweichen und müssen eine niedrigere finanzielle Sicherheit einreichen. Da die Anforderungen an die Gebote von Bürgerenergiegesellschaften niedrig waren, ist insbesondere die Realisierungsrate genau zu beobachten.

Ecofys leitet das Konsortium, welches das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bei der Ausgestaltung der Ausschreibung für PV, Wind auf See und Wind an Land berät. Zu dem Konsortium gehören auch ZSW, Takon, Consentec, Fraunhofer ISI, BBG und Partner und GÖRG.

Das Energy Policies Team von Ecofys, Teil von Navigant Consulting, verfügt über umfassende Beratungsexpertise zu Ausschreibungen, u.a. durch Arbeiten für die Bundesregierung, die EU Kommission, Dänemark, Luxemburg, das Nordic Council, die International Renewable Energy Agency (IRENA), die Entwicklungsorganisationen GIZ und USAID sowie Unternehmen.