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Carbon Pricing Watch 2017: Zahl der Initiativen zur CO2-Bepreisung hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt

Veröffentlicht: 14/06/2017

Die Zahl der aktiven und geplanten Initiativen zur Bepreisung von Kohlenstoffemissionen hat sich in den letzten fünf Jahren beinahe verdoppelt, so der Bericht “Carbon Pricing Watch 2017”. Der gemeinsame Bericht der Weltbank und Ecofys, Teil von Navigant Consulting, wurde im Mai 2017 während der Innovate4Climate-Konferenz in Barcelona vorgestellt. Der Bericht beinhaltet eine Übersicht über die weltweite Verteilung von Initiativen zur CO2-Bepreisung und ist eine Vorschau auf den jährlichen Bericht “State and Trends of Carbon Pricing 2017”, der in der zweiten Jahreshälfte veröffentlicht wird.

Seit 2016 sind acht neue Initiativen zur CO2-Bepreisung umgesetzt worden. Aktuell verlangen 40 Länder und über 25 Städte, Bundesstaaten und Regionen einen Preis pro Tonne CO2-Equivalent. Gemeinsam sind diese Regionen für ein Viertel der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Im Durchschnitt decken diese bereits eingeführten und geplanten Initiativen gut die Hälfte aller Kohlenstoffemissionen dieser Länder, Städte, Bundesstaaten und Regionen ab. Diese Werte entsprechen ungefähr einer Menge von acht Gigatonnen CO2-Equivalent oder circa 15% der weltweiten Kohlenstoffemissionen. Weltweit beläuft sich der Gesamtwert der Emissionshandelssysteme und CO2-Steuern im Jahr 2017 auf 52 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg von 7% im Vergleich zum Vorjahr.

Ecofys entwickelte mit der Weltbankgruppe außerdem ein neues “Carbon Pricing Dashboard”. Das Onlineportal bietet neben Infografiken und Daten eine aktuelle Übersicht der Initiativen und ermöglicht den Nutzern, sich interaktiv zu informieren.

Weiterführende Informationen unter worldbank.org