News

Bundesregierung verabschiedet Novelle der Grenzüberschreitenden Erneuerbare-Energie-Verordnung

Veröffentlicht: 16/06/2017

Die Bundesregierung verabschiedete in dieser Woche die Novelle der Grenzüberschreitenden Erneuerbare-Energien-Verordnung (GEEV). Ecofys, Teil von Navigant Consulting, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei der Entwicklung eines Konzepts für die Ausgestaltung grenzüberschreitender Ausschreibungen für PV und Wind an Land unterstützt.

Die GEEV setzt die Anforderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2017 um, wonach Ausschreibungen in Höhe von fünf Prozent der jährlich neu zu installierenden Erneuerbare-Energien-Leistung (ca. 300 Megawatt) für die Teilnahme von Anlagen in anderen EU-Mitgliedstaaten geöffnet werden sollen. Ziel der grenzüberschreitenden Ausschreibungen ist es, die Energiewende grenzüberschreitend zu verankern und deren Integration in den europäischen Markt zu unterstützen. Sie finden ergänzend zu den nationalen Ausschreibungen statt.

Das beschlossene Konzept basiert auf der Pilotöffnung für PV-Freiflächenanlagen, welche im Jahr 2016 zwischen Deutschland und Dänemark durchgeführt wurde. Maßgeblich ist dabei die Umsetzung der drei Voraussetzungen, die das EEG für grenzüberschreitende Ausschreibungen festlegt:

  • Die Gegenseitigkeit der Öffnung, d.h. alle Kooperationsländer müssen ihr Fördersystem für Anlagen in den anderen Kooperationsländern öffnen,
  • Eine völkerrechtliche Vereinbarung, welche zwischen den Kooperationsländern geschlossen wird;
  • Der Strom muss physisch nach Deutschland fließen können.


Das Eckpunktepapier des BMWi vom 04. März 2016 beinhaltet detailliertere Informationen zum Konzept der Pilotöffnung. Mit der Novelle wird die GEEV auf grenzüberschreitende Ausschreibungen für Wind an Land erweitert und um ein Modell zur Ausgestaltung der gleitenden Marktprämie ergänzt.

Ecofys leitet das Konsortium, welches das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bei der Ausgestaltung der grenzüberschreitenden Ausschreibung für PV, Wind an Land berät. Zu dem Konsortium gehören auch Fraunhofer ISI, Consentec, Connect, Stiftung Umweltenergierecht und die Kanzlei Becker Büttner Held.

Mehr Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des BMWi.